Google schließt Fitbit-Übernahme ab: Daten kommen in Quarantäne

Mehr als ein Jahr ist es her, dass Google Fitbit übernehmen wollte. Nun darf der Suchmaschinenanbieter die Übernahme abschließen. Die europäischen Regulierungsbehörden gaben nach zähen Verhandlungen grünes Licht. Voraussetzung für den Abschluss des Geschäfts ist jedoch, dass die Nutzerdaten in Quarantäne kommen und nicht mit Googles Tagesgeschäft vermischt werden.

Rick Osterloh, Senior Vice President Devices & Services, informierte die Öffentlichkeit darüber, dass Google die Übernahme von Fitbit abschließen kann.

Fitnessdaten werden nicht zu Werbezwecken genutzt

Osterloh betont, dass es von Beginn an Googles Wunsch war, die Privatsphäre der Fitbit-Nutzer zu respektieren. Allerdings gab es Einwände gegen die Übernahme von Regulierungsbehörden weltweit. Die musste Google erst aus dem Weg räumen. Offensichtlich versprach man den Verantwortlichen, die Nutzerdaten der Fitbit-Kunden nicht zu Werbezwecken zu verwenden.

Aus diesem Grund kommen die Daten der Fitbit-Kunden in Quarantäne und werden nicht mit den übrigen Daten Googles vermischt. Während Google die Übernahme aber erst jetzt offiziell machte, gab es bereits Mitte Dezember 2020 eine Stellungnahme der EU-Kommission zu diesem Thema.

Macht es Google wie Facebook bei Oculus?

Google wird sich aller Voraussicht nach an die Vorgaben halten. Das Unternehmen könnte aber in Zukunft die gleiche Strategie verfolgen wie Facebook bei Oculus. Da vor allem in Europa der Datenschutz eine besondere Aufmerksamkeit erhält, fällt es Unternehmen schwer, Informationen aus unterschiedlichen Firmen zusammenzufügen.

Das merkte Facebook mehrfach, als es Nutzerdaten bei Instagram oder WhatsApp mit Facebook verschmelzen wollte. Zuletzt allerdings änderte Mark Zuckerbergs Firma die Strategie. Statt sich wieder einen Rüffel einzufangen, Daten von Oculus-Kunden mit Facebook zu verschmelzen, machte es für alle Kunden von Oculus 2 einen Facebook-Account zur Voraussetzung zur Nutzung.

Diese Strategie könnte auch Google anwenden und vor allem bei der Veröffentlichung neuer Fitbit-Produkte einen Google-Account voraussetzen. An „alte“ Fitbit-Daten könnten Nutzer dann „freiwillig“ kommen, indem sie dem Import zustimmen. Das ist natürlich nur eine Vermutung unsererseits, klingt aber nicht allzu lesen…